Über drei Wochenenden verbinden wir theoretisches Fundament mit intensiver Praxis. Sie erarbeiten sich die neurobiologischen und bindungstheoretischen Grundlagen tiergestützter Arbeit, verstehen, warum Hunde im therapeutischen Kontext wirken – und nicht nur angenehm sind – und lernen, die Interaktion in der Triade gezielt zu lesen, zu begleiten und therapeutisch zu übersetzen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem, was man das dritte Auge“ nennt: die Fähigkeit, die feinen Reaktionen des Hundes als diagnostische Information und therapeutischen Spiegel zu nutzen. Wenn der Hund aufsteht, sich nähert, sich zurückzieht oder den Blick abwendet, erzählt er oft mehr über den inneren Zustand des Klienten als jede verbale Schilderung.
Sie üben konkrete Interventionen: Symbolarbeit, Nähe-Distanz-Regulierung, das Erzeugen von Mismatch-Momenten, das Arbeiten mit dem Tier als Übergangsobjekt oder sicherer Bindungsfigur. Und Sie reflektieren, was es für Ihre eigene Haltung bedeutet, wenn der Hund Nein sagen darf – und dieses Nein therapeutisch genutzt werden kann.